Gärtnerseife (the (ugly) gardener)

Handschuhe zum Arbeiten ertrage ich nur bei der Seifenproduktion. Das hat natürlich zur Folge, dass ich jedes Mal mit extrem dreckigen Händen aus dem Garten oder vom Gemüseacker komme. Wasser, Seife und Bürste müssen dann ran, um meine Hände wieder in einen vorzeigbaren Zustand zu bringen. Bisher musste ich danach immer meine Hände eincremen – was ich genauso wenig mag, wie Handschuhe.

Natürlich habe ich mit meiner Gärtnerseife das Rad nicht neu erfunden, aber hier habe ich nicht erst mit Seifenrezepten aus Büchern oder dem Internet herumexperimentiert, hier habe ich gleich mein eigenes Rezept erstellt.

Ich habe die folgenden Fette verwendet: Olivenöl, Kokosöl, Palmöl, Kakaobutter, Rapsöl, Rizinusöl und Bienenwachs.

Für die Lauge habe ich Ziegenmilch mit dem NaOH angerührt. Und habe mich für 8 % Überfettung entschieden.

Da mich beim Händewaschen nach der Gartenarbeit die Bürste am meisten gestört hat, habe ich mir gedacht, dass das Einarbeiten einer Luffagurke in die Seife eine tolle Idee sei (was es ja auch ist). Leider habe ich bei der Bestellung der Luffagurke nicht aufgepasst und daher etwas sparsam geschaut, als ich die Lieferung erhielt: Das war nicht EINE große Luffagurke, das waren viele kleine. – Aber naja, auch das kann man „einarbeiten“.

Als Vorbereitung für die Seife habe ich die kleinen, eiförmigen Luffagurken von ihrer getrockneten Haut befreit und in Scheiben geschnitten (keine schöne Arbeit 🙂 ). Da ich ja dazu noch nicht mit Chemikalien hantiert habe, dachte ich mir, ich kann das in unserer Küche mit den ganz normalen Küchenutensilien – Holzbrett und scharfes Messer – erledigen.

Zum Mittagessen sollte es bei uns einen Salat aus Gurken, Tomaten, Oliven etc. geben. – Diese Zutaten habe ich auf dem gleichen Holzbrett verarbeitet. – Der Salat war nicht essbar!!!!

Ich habe gelernt, dass Luffagurken das bitterste ist, was ich je in meinem Leben auf die Zunge bekommen habe. – Aber zum Glück kommt ja niemand auf die Idee Seife zu essen.

Es gab noch etwas, was ich gelernt habe: Mit manchen Farben muss man sehr sparsam umgehen, denn sonst schaut die Seife aus, wie in buntes Konfetti getunkt.

Man sieht es ja am Bild: eine schöne Seife ist es nicht geworden, daher habe ich ihr auch den Namen „the ugly gardener“ gegeben.

ABER: Die Seife ist toll geworden. Sie löst Erde und Flecken von diversen Gemüsesäften problemlos, die Luffagurke schrubbt sanft die ganz hartnäckigen Flecken von der Haut, sie riecht gut UND, was mir am wichtigsten ist – ich muss meine Hände nicht mehr eincremen. – Das haben mir bereits einige Leute bestätigt, die meine hässliche Gärtner-Seife inzwischen begeistert verwenden.

 

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